Vom Erzeuger ins Verkaufsregal

Käse aus Frankreich, Kiwis aus Neuseeland, Lachs aus Norwegen: Bei deutschen Groß- und Einzelhändlern finden Verbraucher frische Ware aus aller Welt. Was früher als exotisch galt, ist für viele heute eine Selbstverständlichkeit. Zu verdanken ist die große Auswahl und Verfügbarkeit einer präzisen Logistik, die dafür sorgt, dass die Ware in der richtigen Menge zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommt.

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Bestellt und angeliefert

Nach Ankunft im Hafen wäre es theoretisch die einfachste und schnellste Möglichkeit, wenn der Hersteller die Ananas direkt zum Händler liefern würde. Dies bietet sich jedoch nur bei kurzen Transportwegen und sehr großen Abnahmemengen an. Weitaus häufiger werden die Produkte über Zwischenlager an die Märkte verteilt. Auf diesen so genannten Umschlagplattformen werden die Kartons mit den Warenlieferungen unterschiedlicher Hersteller angenommen und für die Auslieferung zusammengestellt – der Fachmann spricht von "kommissionieren". Anschließend werden sie an die Märkte geliefert. So lassen sich auch geringe Mengen, die dem Tagesabsatz entsprechen, täglich frisch für die Kunden bereithalten.

Frische und Herkunft jederzeit überprüfbar

Gerade bei Frischwaren spielt der Zeitfaktor, aber auch der lückenlose Herkunftsnachweis über die gesamte Lieferkette eine wichtige Rolle. Besonders deutlich wird das am Beispiel Frischfisch: Vom Kutter bis zum Kühlregal vergehen oft nicht mehr als 48 Stunden. Einhergehend mit den optimierten Lieferketten lässt sich für den Kunden mit Hilfe digitaler Technologien immer häufiger nachvollziehen, woher genau der Frischfisch kommt.

So bietet beispielsweise das Großhandelsunternehmen METRO Cash & Carry seit Sommer 2014 eine innovative Möglichkeit zur Rückverfolgung von sensiblen Produkten. Über eine Smartphone-App können die Kunden schon beim Einkauf detaillierte Produktinformationen wie Tierart, Herkunft oder Fangmethode abrufen.
Das EHI Retail Institute hat diese Lösung im Februar 2015 mit dem Retail Technology Award Europe (reta) ausgezeichnet.

Die METRO GROUP hatte ihr Rückverfolgbarkeitssystem erstmals Mitte 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt. Inzwischen können die Kunden in allen METRO Cash & Carry Großmärkten in Deutschland Fleisch- und Fischprodukte bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen. 

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