Beschaffung

Die Welt als Marktplatz

Ananas aus Costa Rica, Fernseher aus Taiwan, Bio-Eier aus der Region: Für Verbraucher ist es heutzutage selbstverständlich, dass Artikel aus aller Welt ständig im Handel verfügbar sind. Das zunehmende Qualitätsbewusstsein, steigende Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit von Waren sowie ein wachsendes Nachhaltigkeitsbewusstsein treiben zudem die Nachfrage nach regionalen Produkten an.

Globale Lieferketten

Bis ein Artikel verkaufsbereit im Regal liegt, hat er häufig einen weiten Weg hinter sich: vom Hersteller oder Erzeuger über mehrere Zwischenlager, Häfen und Autobahnen bis zu dem Ort, an dem er gebraucht wird. Die Voraussetzungen für reibungslos funktionierende Lieferketten und die ständige Verfügbarkeit von Produkten schafft in erster Linie die Logistik. Sie ist eine der zentralen Funktionen des Handels.

Effizienter Warenfluss

Die Unternehmen stehen dabei vor vielfältigen Herausforderungen. Sie haben die Aufgabe, bei kurzen Produktzyklen und schwankendem Nachfrageverhalten Regallücken ebenso zu vermeiden wie hohe Lagerbestände. Die zunehmende internationale Verflechtung der Märkte sowie die steigende Zahl von Einwohnern in urbanen Ballungsräumen machen logistische Prozesse noch vielschichtiger und schwerer koordinierbar. Hinzu kommen steigende Anforderungen an den Klima- und Ressourcenschutz. Essenziell für einen effizienten Warenfluss sind moderne Kommunikations- und Informationstechnologien. Eine Vision für die Logistik der Zukunft ist das 'Internet der Dinge': der sich selbst steuernde Warenfluss.1 Möglich wird dies beispielsweise durch den Einsatz von Mikrochips oder Transpondern auf einzelnen Paketen oder Produkten, die mithilfe der Datenträger einzeln identifiziert werden können.

1 Vgl.: Logistik entdecken 1/12; Magazin des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML Dortmund, #13, S. 6 und 7. 

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