Geschichte des Handels

Auf zu neuen Ufern

Der Handel über Länder und Kontinente hinweg ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon seit dem Altertum transportieren Menschen Güter über Entfernungen und tauschen Waren untereinander. Handelswege entstanden, der Austausch zwischen den Kulturen florierte und die Lebensqualität verbesserte sich.
Lange bevor die Welt von großen Entdeckern wie Christoph Kolumbus oder Vasco da Gama vermessen wurde, waren es Kaufleute und Händler, die sich in unbekannte Regionen vorwagten, um nach wertvollen Tauschgütern zu suchen. Die Einführung von Münzen ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. beendete den Tauschhandel und beflügelte den Warenaustausch ebenso wie die Verwendung von einheitlichen Maßen.

Bündnisse beleben den Handel

Bereits in der Antike formierten sich Bündnisse, die den Handel stärkten und Handelswege sicherten. Der Attische Seebund von 478 v. Chr. ist hierfür beispielhaft. Athen und zahlreiche Stadtstaaten im antiken Griechenland schützten damit die Ägäis und sicherten wichtige Seehandelswege gegen die Perser. In der Folge wuchs der Handel zwischen den griechischen Stadtstaaten spürbar.

Vom 13. bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts bestimmte die Hanse weitgehend den Fernhandel des nördlichen Europa. Der Zusammenschluss niederdeutscher Fernkaufleute versorgte die Menschen nicht nur mit Luxuswaren, Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Zugleich erschloss der zunehmende Handelsverkehr neue Seewege nach Indien und China.

Mobil und virtuell

Die industrielle Revolution ab dem späten 18. Jahrhundert trieb den technischen Fortschritt an und erhöhte die Mobilität. Dampflokomotiven und -schiffe ermöglichten den schnellen und planmäßigen Transport von Waren und Menschen nahezu über den ganzen Globus.
Im 21. Jahrhundert gewinnt der virtuelle Handel zunehmend an Bedeutung: Dank des Internets kann jeder Konsument Waren von jedem Handelsplatz der Welt direkt nach Hause bestellen – oder selbst in alle Welt verschicken.

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