Glossar

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Gütezeichen Wort- und/oder Bildzeichen

die als Kennzeichnung von Waren oder Dienstleistungen bestimmte Eigenschaften – beispielsweise Qualitätsmerkmale – verbürgen. Die jeweiligen Anforderungen an ein Gütezeichen werden vom RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. in einem Anerkennungsverfahren gemeinsam mit Herstellern und Anbietern, Handel und Verbrauchern, Prüfinstituten und Behörden festgelegt. RAL (steht für Reichsausschuss für Lieferbedingungen, 1925 gegründet) vergibt die Gütezeichen an von ihm anerkannte Gütegemeinschaften, das heißt Zusammenschlüsse von Herstellern und Anbietern in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Die Gütegemeinschaften wiederum vergeben auf Antrag das Recht zur Führung eines Gütezeichens an Hersteller und Dienstleister, die sich freiwillig der Erfüllung bestimmter Qualitäts- und Prüfbestimmungen unterwerfen. Derzeit gibt es in Deutschland über 160 RAL-Gütezeichen für viele tausend Produkte. Bekannte Gütezeichen sind zum Beispiel das von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft vergebene "DLG-Siegel" oder die Kennzeichnung "Deutsche Markenbutter". Letzteres Gütezeichen wird nicht von Gütegemeinschaften, sondern vom Staat vergeben. Grundlage für das Gütezeichen sind gesetzliche Bestimmungen wie zum Beispiel die Butterverordnung.

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